von Stefan Wyszkowski (Kommentare: 0)

Was es heißt Mensch zu sein ?

 

„Der Mensch ist charmant oder langweilig. Es ist absurd, sie in gut und böse einzuteilen“ ( Oscar Wilde)

 

Was heißt es Mensch zu sein?

 

Biologisch gesehen ist ein Mensch, auch Homo sapiens ( lat. klug, vernünftig) ein höheres Säugetier der Primaten mit der Fähigkeit logisch Denken zu können und welches auf mitmenschliche Zuwendung angewiesen ist.

 

Anthropologisch gesehen ( Lehre des Menschen) hat der Philosoph Max Scheler den Mensch heute ansich schon ganz gut beschrieben, in dem er sagt: „Wir sind in der (…) Geschichte das erste Zeitalter, in dem der Mensch (…) nicht mehr weiß was er ist; zugleich aber auch weiß, dass er es nicht weiß.“

 

Aristoteles behauptet der Mensch unterscheidet sich vom Tier, weil er ein Vernunftsvermögen besitzt.

 

Philosophisch aber einig ist die Definition, dass der Mensch ein Naturwesen ist, welches im Gegensatz zu anderen Lebewesen die Fähigkeit besitzt sich selbst in Frage zu stellen.

 

Das ist Mensch...doch ich habe noch ein paar Aspekte gesammelt.

 

Wie der Titel des Artikels schon sagt hat ein Mensch die Fähigkeit etwas benennen zu können.

Er findet Wörter für Dinge. Er gibt diesen Objekten ein leben, um sie an ihrem teilhaben zu lassen. Er gibt allem einen Namen, um sich orientieren und austauschen zu können.

Ein wichtiger Bestandteil des Menschen für die zwischenmenschliche Beziehung. Er kommuniziert mit seinem Umfeld.

Bin ich Mensch weil ich heiße?! Oder dich benenne ?!

 

Man ist Mensch, wenn man einer alten Dame, welche gestürzt ist oder dem Mitschüler, der mit dem Stoff nicht zurecht kommt hilf. Menschen helfen einander, weil sie das Bedürfniss haben, dass es seinen Mitmenschen gut geht und jeder teilhaben kann an dem Leben, wie einer selbst.

 

Der Mensch ist sozial. Er richtet sich nach seinem Umfeld und gleicht Defizite aus, wo es welche gibt. Er respektiert andere Lebensweisen und Kulturen, da er an einem friedlichen Zusammenleben interessiert ist. Ein Gemeinschaftswesen. Wie die Bienen alle Blumen bestäuben, um Leben schenken und ihrer Königin alles bieten zu können guckt der Mensch nach seinen Nächsten. 

 

Wohl das menschlichste an einem Menschen ist, dass er Fehler begeht. Ohne sie wäre der Mensch ein Ideal. Und wozu wären wir dann auf der Welt, wenn wir alles wissen würden und nicht irren könnten. Langweilig, wir wissen alles und leben in einer Welt, in dem es nichts mehr zu entdecken gibt. Fehler sind ein wichtiger Lernaspekt. Sie lassen den Menschen zum Menschen werden, da wir in ihnen, je nach Verstand erfahren können was uns gut tut und worauf wir das nächste Mal achten sollten. Durch Fehler verstehen wir und können einen Verstand entwickeln, wie das kleine Kind nicht ein zweites Mal auf die Herdpalte fassen wird.

 

Durch Fehler lernen wir auch welche Tat den Mitmenschen oder uns selbst gut getan hat und welche nicht. Da komme ich zu meinem nächsten Aspekt, der Reue. Der Mensch bereut, wenn er sich oder seinem Umfeld etwas schlechtes angetan hat. Sie begleitet den Menschen schon lange Zeit. Ohne sie hätte die Kirche wohl kaum solange Einfluss haben können. Und die ganze christliche Religion bezieht sich auf den Aspekt der Reue.

 

Der Mensch unterscheidet sich von dem Tier, nicht weil er mit Messer und Gabel essen kann.

Sondern weil er selbst etwas Schaffen kann. Er ist ein aktiver Gestalter. Er besitzt die Fähigkeit sein Umfeld nach seinen Belieben zu formen und entwickelt immer neue Verfahren, um etwas neues Herstellen zu können. Er baut sich seine eigene Welt nach seinen belieben und lässt andere an ihr teilhaben.

 

Kommen wir zu dem nächsten Aspekt. Das Träumen. Wohl das schönste nach einem harten Arbeitstag. Ein Zustand, der es uns ermöglicht sich dem Alltag zu enziehen und dass zu sein/ leben was er in der Realen Welt nicht kann, oder nicht möglich wäre.

Wie z.B. fliegen zu können wie die Vögel...

Träume geben uns einen Einblick in eine andere Welt. Ohne sie wäre einiges nicht was es heute gibt, wie das Auto zum Beispiel etc. Es gibt Menschen die Träumen von etwas und sie folgen diesen. Ebenso verarbeiten wir in ihnen einiges wozu wir im bewussten Zustand vllt nicht in der Lage sind. Sie zeigen uns unsere Ängste und sagen uns worauf wir achten sollen.

 

Ein weiterer Begriff der Menschlichkeit ist die Zeit.

Ein Begriff den der Mensch erfunden hat, ein setiger Begleiter, an den sich ein Jeder richtet.

Schon seit Anbeginn der Menschheit sind wir mit dem Sonnenaufgang aufgestanden und bei Sonnenuntergang zu Bett. Ein innerer Kompass. Doch heute geben wir ihm größten Stellenwert und richten alles nach ihm. Ohne ihn könnten wir keine Termine vereinbaren etc. Er hat so an Bedeutung angenommen, dass sogar die Spontanität ihr unterliegt.

 

Interessant ist, dass der Mensch ein Bewusstsein entwickelt hat. Er ist in der Lage sich weiterzubilden. Er hat ein Denkvermögen, mit dem er lernt. Er lernt Sprechen, sein Umfeld zu analysieren und zu respektieren, Kulturen kennen, Sprachen etc. Durch das Bewusstsein hat er die Fähigkeit logisch Denken zu können, was biologisch gesehen einen Menschen ausmacht. Er speichert informationen in ihm ab und richtet sich nach ihnen, eine Festplatte. Er lernt es Mensch zu sein und wie Rene Descartes zu sagen pflegte: „ ich denke also bin ich“. Also ein wichtiger Aspekt des Mensch seins.

Aber ist man nur durch das Bewusstsein und seine Fähigkeit denken zu können in der Lage zu sein?!

 

Jeder Mensch unterscheidet sich seinem Gegenüber. Er ist kleiner, größer, dicker, dümmer...

Jeder ist Induviduell, aber was ist individualismus, wenn es zu so einem wichtigen Begriff der Menschen des 21Jhrdts. geworden ist?

Es heißt, dass jeder Mensch das Recht hat sich so zu entwickeln wie er es für richtig hält. Er darf seinen interessen nachgehen, darf leben wie er es für richtig hält, muss sich keiner Autonomie untersetzen...Es lässt einem die Chance seinen „Menschen“ zu leben und macht einen Charakter einzigartig. Dennoch sagt man sind wir alle gleich...nämlich Menschen. Und jeder möchte gleich behandelt werden, was leider oft nicht der Fall ist. Aber wie kann dann Individualismus ein so entscheidender Aspekt des Mensch seins sein, wenn wir im endefekt doch alle gleich sind...?!

 

 

Der nächste Aspekt ist ein Maß für „menschlichkeit“. Jeder möchte es und misst daran, wie glaubwürdig ein Mensch ist und seine Aussagen sind. Ob man ihm vertrauen kann und ob er aufrichtig ist. Die Ehrlichkeit. Wichtig für jegliche zwischenmenschliche Beziehungen, da es ausschlaggebend ist für ein gutes Zusammenleben. Erzählt einer eine Lüge und sie enpuppt sich als eine wird man nicht mehr für „voll“ genommen. Das Vertrauen der Mitmenschen wurde missbraucht, man glaubt ihm nicht mehr,denn „Wer einaml lügt dem glaubt man nicht, selbst wenn er auch die Wahrheit spricht“. Und weil jeder an einem friedlichen Zusammenleben interessiert ist nimmt man diesen Begriff sehr ernst und als Maß für Menschlichkeit.

 

Kommen wir zu dem nächsten Punkt der schon angesprochen wurde, dem Glaube.

Jeder Mensch glaubt, unwichtig an was. Schon immer haben Menschen an etwas geglaubt was höher ist als sie. Die Religionen haben sich auf ihm aufgebaut, Regierungen etc. Es ist etwas an das sich Menschen orientieren. Ist ja auch zu beobachten, dass Christen und Muslime unterschiedlich glauben, selbst wenn das gleiche dahinter steckt, oder Konservative und Liberale. Sie glauben das, also sind sie es auch: „Der Mensch ist was er glaubt“ (Tschechow).

Nicht wegzudenken bei den Menschen. Es gab ihn schon immer und wird ihn immer geben.

Aber da alles Individuell ist und man glaubt was man glauben will und man ist was man glaubt ist man dann noch glaubwürdig oder „Mensch“, wenn es dem anderen nicht einleuchtet ?!

 

Jeder ist es, doch nur manche finden es. „Der Mensch ist(...)im tiefsten Wesen ein Sucher,(...)wagt es meistens nicht weit genug zu gehen“ ( Phil Bosmans).

Der Mensch sucht. Er sucht immer und überall. Ob Informationen, nach dem großen Geld, dem billigsten Schnäppchen oder der Traumfrau. Ein Prozess, den wir immer wieder erneut erleben und uns stets begleitet, ein sich wiederholendes Muster. Der Grund warum wir Indien, Amerika, Erdöl etc. entdeckt haben und durchgehend neues finden. Die wohl größte Suche des Menschen ist es rauszufinden für was er auf der Welt ist, die Suche nach dem Sinn. Schon zahlreiche sind an ihr zugrunde gegangen und jeder wird sich Sie stellen. Eine ständige Suche. Diese Suche macht uns zu Menschen, die Antwort wollen alle. Weil wir uns diese nicht beantworten können bleiben wir immer suchende.

 

Aber der Begriff der einen Menschen ausmacht und der alle verbindet ist die Liebe.

Das stärkste aller Gefühle, in allem und umgeben von ihr. Nicht greifbar, nicht zu erzwingen.

Einfach da. Jeder liebt. Seine Eltern, Familie, sein Lieblingskuscheltier oder seine Frau...

Ein so abstrakter Begriff, dennoch beeinflusst dieser unsere Realität mehr als alles andere. Jeder will lieben, geliebt werden. Ein esentielles Thema der Menschheit. Nicht zu sehen aber biologisch Nachweisbar, emotional Spürbar. Durch sie schmeckt das lieblingsgericht noch besser und der Kuss der geliebten fühlt sich noch intensiver an. Ein Gefühl, dass uns das leben noch lebendiger macht. Ein universal-Süßstoff.

 

Das alles heißt es Mensch zu sein...?! Mensch sein ist mehr als nur Begrifflichkeiten, man ist eben.

 

Kommen wir zu den Gegensätzlichkeiten des Mensch-sein.

 

Der Mensch hat Worte der Kommunikation wegen, doch benutzt sie um zu beleidigen.

Er Respektiert, dennoch sind wir geprägt von Vorurteilen und stützen uns auf diese.

 

Man Hilt wo man kann, dennoch meiden wir kranke weil uns die Gesellschaft daran hindert sie zu nehmen wie sie sind. Man will mit dem „anderen“ keinen Kontakt haben weil es einen selbst zu sehr zu schaffen macht. Selbst dann sind wir immer noch Mensch, aber handeln wir noch Menschlich ?!

 

Jeder macht Fehler, und einige lernen aus ihnen. Doch Fehler werden immer unbeliebter und wollen gleich behoben werden.Wir sind geblendet von Idealen und von Gesellschaftsdruck. Wir wollen lernen, sollen dies auch aber es wird uns zu gleich abgenommen, da Fehlen nicht Produktiv ist.

 

Wir Zeigen Reue nach begangenen Taten, aber ist man noch Mensch, wenn man skrupellos Menschen ausbeutet. Kann man noch Mensch sein, wenn man sich dem Geld, dem Antrieb allen übels unterworfen hat. Hat Reue da überhauot noch einen Stellenwert, oder wird er nur noch als Begriff der verharmlichung genutzt?!

 

 

Wir entwickeln und bauen. Immer neues und noch besseres, mit dem Sinn alles noch Effektiver machen zu können. Doch wie weit kann man gehen. Wie weit kann man den Menschen treiben?! Soweit bis er aufgibt sich selbst zu sein und nicht mehr Mensch sein kann...?! Der Leistungsdruck verlangt ideal, produktiv, effizint und schnell zu sein. Alles eigenschaften einer Maschine. Wie kann ein Mensch mit einer Maschine gleichgesetzt werden, wenn dafür Maschinen entwickelt wurden. Das unterscheidet uns doch von Maschinen, dass wir Fehler begehen und neu dazu lernen, sowie das machen nach dem wir streben/ überzeugt sind (individuell). Oder sollen Menschen den Mensch gar vergessen um zu einem neuen Menschen, der Maschine werden zu können?! Selbst wenn, Für was?! Für mehr Effizienz und alles dem Geldes wegen?!

 

Jeder liebt es zu Träumen. Aber was ist, wenn einem die Träume Angst machen, weil man so viel von sich selbst erwartet. Man will Perfekt wirken, der Gesellschaft zeigen können ich bin was, warum, na weil ichs habe. Eine der traurigsten, aber aktuellsten begründungen, warum Menschen skrupellos werden: „Hast du was, bist du was“...du bist doch auch so schon oder kann man nur mit etwas Mensch sein?!

 

Warum müssen wir ständig auf die Uhr gucken? Warum können wir nicht mehr genießen? Warum hat ein Begriff so an stellen wert angenommen, dass unser Leben darunter leidet. Wir sind immer und überall abrufbar und erreichbar. Dank dem Handy und dem Internet. Die Zeit hat keine bedeutung mehr, da wir ihr unterliegen und uns für nichts mehr Zeit nehmen. Wir wollen nur schneller als der andere an Informationen rankommen etc. Was ist Zeit dann noch, wenn es so Menschlich ist, uns aber so unter Druck setzt, dass wir keine Zeit mehr haben Mensch sein zu können?! Und wofür gibt es soziale Netzwerke, wenn sie den Begriff in allen Aspekten verfehlen. Es soll doch zussammen bringen und nicht separieren. Eine Wirklichkeit, die überall zu beobachten ist. Alle hocken vor ihren Handys und merken gar nicht Wer oder Was in ihrem Umfeld geschieht. Aber das ist ja irrelevant, da der andere es bestimmt sowieso gerade auf Facebook preisgegeben hat. Wir sind doch „Menschlich“, aber wie soll das gehen in einer Gesellschaft, in der man nach seiner like-anzahl, oder den Kommentaren bzw. Bildern bewertet wird?!

 

Sozialsinn ist ebenso nicht mehr mit menschlichkeit zu verknüpfen, da man lieber fern von Sozial benachteiligten lebt, diese in Schachteln steckt und von ihnen erwartet, dass diese Kriminell etc. werden, weil ihnen keine Chance gegeben wird. Man isoliert statt zu migrieren. Alte Menschen verkommen in Altersheimen, ein präventiver Friedhof. Als wären wir immernoh der Ideologie des Nationalsozialismus unterlegen bauen wir Ghettos für Menschen mit jeglichen Handicaps.

 

Zur Ehrlichkeit kann man nichts mehr sagen. Jeder lügt, um das beste für sich zu bekommen. Wir lügen, um nicht schlecht dazustehen. Wir wollen menschlich wirken, in dem wir uns vom Menschen entfernen...wie soll das möglich sein?! Unser Alltägliches leben ist auf Lügen aufgebaut, da wir von allen Ecken zu hören bekommen, wie schlecht das und jener ist etc. Göbells wusste schon: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.“ Realität fernab von Menschlichkeit, dennoch wird alles durch Begrifflichkeiten verharmlost und verdreht.

 

Wir haben das Glück uns weiterbilden zu dürfen. Wir haben gar eine Schulpflicht in Deutschland.

Ein Stand, den wir noch nie zuvor hatten. Allen wird eine Grundbildung ermöglicht. Doch was wissen wir überhaupt und was dürfen wir überhaut wissen ?! Es wird nur das propagiert, was ein System stützt, doch auf das Leben vorbereitet wird man nicht. Einem wird nicht gezeigt wie man kocht, musiziert etc. Obwohl es Dinge sind, welche dem Menschen das überleben, und eine Sozialstruktur überhaupt erst ermöglicht haben.

Wir werden in der Schule zu einem Egoisten erzogen. Wir sollen alles, in unserem Fall Kapitalistisch begründen und handeln können. Um ein System aufrecht erhalten zu können, welches den Menschen ausbeutet und zur Armut führt. Wir erschöpfen unsere Erde, angetrieben durch die Gier, oder den Profitgeilen Chef und zerstören somit unsere Grundlage. Alles was uns einen Mensch sein lassen hat werden dürfen, wird durch den Menschen zerstört...Wo ist da der Mensch geblieben?!

Doch erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann. ( Prophezeiung der Cree-Indianer).

 

Wir glauben alle und immer. Aber was soll man überhaupt noch glauben, wenn alles Lüge ist.

 

Individualismus ist zu einer Pflicht geworden. Jeder will noch glamoröser sein, oder noch mehr auffalen, durch Provokationen etc. Wir folgen einem Ideal, was in Hollywood und durch Modedesigner geschaffen wurde. Wir können nur noch sein, bzw. als individuell, also als Mensch betrachtet werden, wenn wir diese Handtasche oder den Markenschuh besitzen. Wir müssen makellos sein, weil man sonst ausgelacht wird. Schminke soll uns dabei helfen, das zu verdecken, was ist. Es soll nicht gesehen werden, dass man Mensch ist. Sondern man will mit einer Ikone verglichen werden, um sich bestätigt zu fühlen. Verfolgt von Schönheitsidealen und gesellschaftlichen Erwartungen rennen wir etwas hinterher, was uns vom Menschen entfernt.

 

Der Suche widmen wir keine Aufmerksamkeit mehr, da das Internet auch alles findet. Es wird einem sogar vor die Türe gebracht. Die Zeit ist sowieso zu knapp, um es in der Stadt zu finden, oder die Angst zu groß enttäuscht zu werden. Und wenn man mal eine Frage nicht beantworten kann tut das auch nichts zur Sache. Man sucht dann halt in der Sucht. Man ersetzt einen Esentiellen Teil des Mensch seins mit dem sich verlieren in etwas. Hat ja sowieso alles keinen Sinn...

 

Und die Liebe ist zu einem ausgestorbenen Begriff geworden. Wer ihn benutzt ist nicht Zeitgetreu.

Lieben ist Out geworden. Man kriegt sie ja auch für 39,90€ die Stunde. Und wo findet man heute noch Liebe, wenn alle damit beschäftigt sind Karriere zu machen und die Angst verletzt zu werden zu groß ist. Verantwortung und Aufmerksamkeit einem Menschen gegenüber sind Zeitaufwendig, welche fürs Arbeiten oder in dem Fall für das „Leben“ benutzt werden kann.

Großmutter und Großvater, wie wir sie alle kennen wird es wohl nicht mehr geben. Wohl Eher GroßVäter und -Mütter, welche keinen Bezug zu den Enkeln haben, wenn es solche überhaupt geben sollte. Man sagt ja auch nicht mehr meine Geliebte-/ Geliebter, der adäquate Begriff der Zeit heißt „Lebensabschnittspartner“. Und da jeder so viele Abschnitte wie möglich erfahren möchte, weil man Leben möchte, wozu dann noch lieben?!

 

Und wohl das Auffäligste Merkmal des Menschen, was uns von unseren verwandten Primaten unterscheidet ist das aufrechte Gehen. Doch wenn ich mir so anschaue was der Mensch mit sich macht und was er der Menschlichkeit alles zugute tut stellt sich mir die Frage ob wir überhaupt so aufrecht sind, wie es unsere Haltung ist?!

 

Was heißt es nun Mensch zu sein...ich denke das kann jeder nur für sich selbst wissen.

 

Dennch kann sich ein Jeder, der über einen Verstand verfügt, fragen, ob es Menschlich ist was wir mit uns anstellen. Ob es in unserer Natur ist uns von einander zu entfernen und nur noch mit dem Finger auf einen zu zeigen. Oder die Erde, welche unsere Mutter ist bis auf das letzte auszubeuten und uns alles lehrt und gelehrt hat, was wir heute wissen?!

Nichts desto trotz sind wir alle Menschen. Diese Sache verbindet uns alle, egal für was wir uns halten mögen, mit allen Facetten und Merkmalen. Wir mögen uns die Köpfe einschlagen können, oder uns lieben der Mensch bleibt, selbst wenn er nicht weiß was das heißt.

 

 

Stefan wyszkowski

 

Da mich die Kreativität überwältigt hat, habe ich ein Gedicht geschrieben:

Der Mensch

In sich gefangen, doch Freiheitsliebend,

verirrt sich im Netz, sehnt sich nach Liebe;

unwichtig wer du bist, der Spiegel zeigt dir dein Gesicht;

siehst du die Narben, den Schmerz das Leid,

deine Augen zeigens,

Maku-up drauf und`s verheilt;

Warum Kino, warum Tv, du selbst bist der größte Schauspieler,

und das weißt du genau;

Wir kennen Namen, kennen Farben,

vergessen sie in düstren Tagen,

Grau ist das neue Gelb, den Regenbogen kennen wir nur noch aus Sagen;

Wenn du nich weißt was du brauchst, denk nicht drüber nach,

denn Google weiß es auch;

Was uns das sagen soll...

erkenn dich selbst, du bist Mensch und das ist toll.

 

 

 

Meine Intention diesen Artikel zu schreiben bekam ich durch Herrn Ken Jabsen. Ein freier Journalist, der uns mit seriösen Nachrichten versorgt und dabei die ganze Welt gegen sich richtet nur um uns mit-wissen zu lassen. Meinen aufrichtigen Respekt an ihn und hier das Video, das mich zum Nachdenken gebracht hat.

 

 

 

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