von Stefan Wyszkowski (Kommentare: 0)

Zurueck am Schreibtisch

Nach langer Zeit de schweigens werde ich auspacken. 

 

Es hat sich einiges geaendert und es gibt genug zum berichten. 

 

Angefangen mit dem Papstwochenende am 11 & 12 Juli. 

Unbeschreiblich, wie im vorhigen Bericht bereits erwaehnt, war die ganze Stadt, das Land aufgewuehlt. Man konnte, wenn man sich nicht schon in der Stadt befunden hat das Haus nicht verlassen, da Strassen gesperrt und die Menschenmassen es nicht zugelassen haben.

Asucnion hat einen Strand, die sogenannte Costanera, an welcher der Papst seine Rede hielt.Eine menschenkarawane folgte ihm. Die ganze Costanera war besetzt. Ich habe mir keinen Platz mehr in der Menge ergattern koennen.

Man sollte wissen, dass Paraguay ein sehr christliches Land ist. Von den ca.7 mil. Einwohnern ist der Grossteil katholisch. Alles in allem ein Spektakel. Das traurige jedoch ist nur,  dass sich nicht wirklich viel geaendert hat seit seinem Besuch, ausser das einige Strassen ausgebessert wurden. 

 

Es ist schon mehr als ein halbes Jahr vergangen, unfassbar, man merkt es selbst kaum. Mir wurde es erst bei der Einladung zu unserem Midstay-camp klar. Wir versammelten uns in einem Hotel in Asuncion, in dem Besprechungen jeglicher art gehalten wurden. Wie haben wir das erste halbe Jahr verbracht, wie sieht unser Arbeitspaltz aus, was ware bis jetzt unsere Problematik, "Ueberlebensstrategien", Geschichte paraguays etc...plus einen Ausfluggstag an dem wir die Umgebung asuncions untersucht haben.

 

 

Des weiteren habe ich meine Gastfamilie wieder gewechselt, sowie meine Arbeit. Ich wohne jetzt in Luque, eine grenzstadt zu Asuncion und arbeite in einem Kinderprojekt namens Aldea SOS.

 

Luque ist auch bekannt als die Stadt der Musik und Handarbeit. Wieso, weil in Luque viele traditionelle Harfen-, wie Gitarrenabuer beheimatet sind und es hier mehr Goldschmiede gibt als sonst wo in PAraguay und sicherlich sont wo auf der Welt. Die grossen Mengen an Gold wurden hier in dem Krieg Triple Alianca ( Paraguay vs. Brasilien, Arg., Uruguay) vergraben und vergessen, worauf die Nachfahren es ausgruben. 

 

Meine Arbeit macht mir sehr viel spass. Es ist um einiges anderst, als meine vorige. Aldea SOS wurde 1949 von herrn Hermann Gmeiner in Oesterreich in die Welt gerufen. Mit dem Hintergrund Kindern, welche ihr Heim und oder ihre Familien im Krieg verloren hatten eine neue Heimat zu bieten. Mit dem Motiv Familien, Perspektiven und eine Zukunft zu schaffen.

Ich muss sagen, dass dies ziemlich gut gelingt. Es ist sehr organisiert und strukturiert. Die Kinder haben die Moeglichkeit auf Privatschulen zu gehen und an Aktivitaeten, wie Tanzen, Sport, Musik auszueben.

Stellen sie sich ein Gelaende vor, auf dem 10-12 hauschen platziert sind. In jedem Haueschen wohnen 4-6 Kinder und je eine Hausmutter zusammen. Dazu werden die Aldea-Kinder auch bis hin zur Selbststaendigkeit (eigenes Wohnen) und Akademischen Werdegaengen unterstuetzt. Mein Arbeitstag sieht so aus, dass ich von 8-16.30 auf dem Gelaende bin und mit Kleinkidnern kreativ arbeite.

 

Inzwischen habe ich auch etwas mehr von Paraguay erkundigt.

So bin ich zum Beispiel an die Laguna Blanca gefahren. Das "Meer Paraguays". Ein schoener, nicht touristisch ueberschwemmter See, mitten im Urwald mit klarem Wasser und weissem Strand. Fuer jeden Paraguaybesucher zu empfehlen.

 

Ich bin auch kuerzlich erst aus meinem Urlaub, welchen ich in Buenos Aires( gute Luefte), Hauptstadt argentiniens verbracht habe  zurueck gekommen. Eine Weltmetropole mit ca 10 mil. Einwohner, an der Meermuendung des Rio de la Plata zum Atlantik liegend. Rio de la Plata ( silberner Fluss) wegen seinem damaligem Glanz. Nicht zu vergleichen mit Paraguay. 

Ich habe mich wie in  Italien Suedamerikas gefuehlt. Die aussprache, Gestik, Gesichter, Esskultur und Architektur, Italienisch. Im 19&20Jhrdt sind sehr viele Italiener nach Argentinien ausgewandert. Im grossen und ganzen sehr Europaeisch. Gross, organisiert, sauber, 24h public-transport. Bekannt ist Buenos Aires nicht unbedignt fuer seine gute Luft, dafuer aber fuer die breiteste Strasse der Welt(9 de Julio), seinen Friedhof ( Mausoleengraeber!), das Kuenstlerviertel la Boca( der Mund) und den Tango. Man kann in dem Viertel la Boca Tango-shows auf der Strasse geniessen.

In Suedamerika wird in jedem Land, ausser Brasilien Spanisch gesprochen. Jedes Land besitzt seinen eigenen Dialekt, was das zuordnen von Nationalitaeten leicht macht. Und kommt jemand aus Argentinien merkt man das sofort an seiner Sprachweise.

 

Wieder zurueck zu Hause in der Routine, hat mich dieses Wochenende schon mein Abschlusscamp erwartet. 2tage in einem Hotel in San Bernadino, uebrigens die erste deutsche Kolonie Paraguays verbracht. Sehr emotional alles, da uns klar wurde, dass dies der letzte Moment dieser Art, zusammen in Paraguay und der letzte Abschnitt unseres Auslandsaufenthaltes (2 Monate) angebrochen ist. 

 

 

Aber vorbei ist es noch nicht. Mich erwarten noch la Virgen de Caacupe ( die Jungfrau Caacupes) am 8 dez. Was der Wallfahrtsort Paraguays ist. Mein erstes Weihnachtsfest im Sommer, Neujahr und der Karneval. Sodass es noch was zu berichten gibt, bevor ich meinen Ruckflug nach Deutschland anbreche.ñ

 

 

ich hoffe ihr seit mir nicht allzu boese wegen meiner Schreibabstinenz, viel Spass beim lesen  und schicke liebe, warme Gruesse aus Paraguay

 

 

 

Steffler

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